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Biologisch-Enzymatisches Peeling
Biologisch-Enzymatisches Peeling

  • Die biologisch-enzymatische Schälkur empfiehlt sich besonders bei großporiger, sensibler, irritierter Haut, bei der Seborrhoe sicca, bei entzündlichen Hautzuständen wie der Akne und der Rosazea und  ist die ideale Ergänzungsbehandlung 10 -14 Tage nach einem Fruchtsäure-Peeling (zum milden Entfernen noch auf der Haut aufliegender Krusten und abgestorbener Hautschüppchen). Enzyme bzw. Fermente sind Eiweißkörper, die als Schälkur angewendet sowohl auf die Epidermisfette und Talgansammlungen als auch auf das Hautkeratin wirken. Verdauungssysteme tierischer Herkunft, z.B. Trypsin, Erepsin, Pepsin, Pankreatin und Enzyme pflanzlicher Herkunft, z.B. Papain aus der Papaya und der Ananas reduzieren die  überschüssigen zwischen den Hornlamellen und den Follikelausgängen der obersten Hautschicht liegenden Fette und Proteine auf sehr sanfte Weise. Auf diesem Wege werden abgestorbene Hornlamellen aus ihrem Verband gelöst und abgetragen. Wir verwenden verschiedene Enzymepeelings, passend für den jeweiligen Hauttyp. Damit wird die Epidermis im natürlichen Rhythmus der Hautregeneration in mehreren periodischen Behandlungen abgetragen, ohne dass Schädigungen der Haut eintreten. Diese physiologische Hautschälung braucht jedoch eine gewisse Zeitdauer und eine mehrfache, sich gleichmäßig wiederholende Behandlung, eine kurmäßige Art der Anwendung empfiehlt sich. Am besten im Frühjahr für die"welke Winterhaut"oder im Herbst für die "ledrige Haut "nach zu viel Sonne.

 Ein biologisch-enzymatisches Peeling kann folgende Anforderungen erfüllen:

  • die Schälung kann sowohl bei der empfindlichsten Haut ohne Nachteile, wie auch bei der derben, großporigen Haut mit Erfolg angewendet werden
  • besonders großporige Haut profitiert von der Anwendung, da die reinigenden Enzyme auch tief in den Follikelausbuchtungen wirken. Die Anwendung abrasiver Peelingcremes ist dagegen eher kontraproduktiv, da sich die feinen Schleifpartikel gerne in den großen Poren festsetzen und somit wiederum zu einer schnelleren Verstopfung und in Folge zu einer weiteren Ausdehnung der Porenausgänge führen.
  • die Schälung soll die  notwendige und gewünschte Exfoliation der obersten Hautschichten herbeiführen, ist aber nicht so sichtbar, daß sich die Haut auffällig durch Rötung oder ungleichmäßige Schälung fleckig abhebt
  • die Schälung bewirkt eine erhöhte Aufnahmebereitschaft von Wirkstoffen (Ampullen, Vitamine) und ist somit auch eine stimulierende Effektbehandlung
  • Talgansammlungen und offene Komedonen werden enzymatisch aufgepalten und müssen nicht mehr ``ausgequetscht ``werden. Das ist viel schonender für die Haut und hinterlässt weniger Schwellungen und Rötungen.
  • die biologisch-.enzymatische Schälung kann nicht das fachgerechte, leider jedoch oft auch unangenehme Entfernen der geschlossenen Komedonen, durch Anritzen mit steriler Kanüle und anschließendem vorsichtigen Herausheben der Mitessser, ersparen.

Folgende Hautbilder profitieren von einer biologischen Schälung:

  •  die reife Haut mit ihren physiologischen Alterserscheinungen (Trockenheit, verminderte  Durchblutung, Keratosen)
  • Rosazea und Akne (Talg, Hautschuppen, Eiter  und Exsudat werden durch die verdauend wirkenden Enzyme der Schälkur herausgelöst)
  • seborrhoische, unreine Haut wie auch die großporige, verdickte, ledrige Haut (z.B. nach ausgedehnten Sonnenbädern)
  • zum sanften Aufhellen von Sommersprossen und kleinen Pigmentflecken
  •  optimale Vorbereitung zur Milienbehandlung

 

Wie funktioniert es?

Nach einer milden Reinigung wird die biologische Schälmaske mit einem Pinsel oder Spatel auf die Haut aufgetragen, unter Aussparung und unbedingter Abdeckung der Augen mit Wattepads.

!! ACHTUNG!! Enzyme dürfen auf keinen Fall an die Hornhaut des Auges oder  an Schleimhäute geraten, denn sie würden diese auch "verdauen", deshalb ist diese Behandlung auch nicht als Heimbehandlung geeignet !!

Nach einer kurzen Massage wird die Maske ca. 20 Min. mit lauwarmen Wasserdampf oder mit Kompressen feucht gehalten (Enzyme wirken nur in Verbindung mit Wärme ( max. 40° und Feuchtigkeit). Der weitere Behandlungsablauf richtet sich nach dem jeweiligen Hautzustand.