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Chemisches Peeling
Chemische Peelings

Chemische Peelings sind in den letzten Jahren als mehr oder weniger sanfte Schälmittel in der Kosmetik populär geworden und gelten schon seit langem als das Mittel der Wahl zum Glätten der Haut. Wir arbeiten nun schon mit über 15 jähriger  Erfahrung auf diesem Gebiet und setzen dabei individuell je nach Indikation, auch miteinander kombiniert  hochwirksame Peelinglösungen wie TCA (Trichloressigsäure), LHA (Lipohydroxysäure), CSA (Capryloyl-Salizylsäure), Jessner-Solution ( Kombination von Resorcin, Salizylsäure und Milchsäure) und teilweise auch noch AHA (Alphahydroxysäure) die  20% bis 70% ungepufferte AHAs enthalten. Chemische Peelings wirken während der Bildung der Hornschicht,  was sie grundlegend von den mechanischen Peelings oder der Mikrodermabrasion unterscheidet. Abrasiva "rubbeln" lediglich die äußeren Schichten der Haut, die Epidermis ab. Chemische Säuren wirken an der Abschilferung mit, indem sie die Verhornung regulieren und die Epidermis regenerieren. Sie lockern die Kittsubstanz zwischen den Hornlamellen und sorgen auf diese Weise für die gewünschte Glättung der Hornschicht. Hautgättend und regenerierend wirken diese Säuren jedoch nur in  hoher Konzentration. Sie "verätzen" die Haut  gezielt und beschleunigen den Erneuerungsprozess. Der Selbstregulationsmechanismus des Körpers und besonders der der Haut ist bis ans Lebensende auf Ausgleich hin ausgerichtet. Wo Körpersubstanz beschädigt oder entnommen wird, ist der Organismus bestrebt, neues Gewebe zu bilden. Im Falle einer Verletzung ist die Zellteilungsrate erhöht. Dies gilt besonders für die Mitose der Basalzellen.

Chemische Peelings werden u.a. bei folgenden Indikationen durchgeführt:

 

     

     Ästhetische Indikationen:

    ,,Photoaging´´ = durch zuviel Sonnenbestrahlung

    vorzeitig ausgelöste Hautalterung- (Lederhaut), ·        

    Lentigo simplex,

    Lentigo senilis,

    glanzloser, stumpfer Teint       

    Verringerung der Porenweite und -tiefe         

    Verminderung kleiner Hautfältchen

     

    Aufhellung von Hyperpigmentierungen  und Altersflecken·       

    Verbesserung des Hautbildes bei trockner,   ungleichmäßig verhornter Haut durch milde Peelings

     

        ideal auch zur Hand-Arm -Dekolletée-                                         Rückenbehandlung, sowie der unbehaarten männlichen Kopfhaut.

 

Für die zarte Augenpartie führen wir spezielle Peelingsitzungen durch.

Noch eine Anmerkung zur chem. Peelingbehandlung bei noch akuter Akne: Heilen kann man die Akne mit  den Chemischen Peelings zwar nicht. Sie führen  jedoch zu einer verminderten Komedonenbildung, einer wesentlich schnelleren Abheilung der Entzündungen, verhindern die Narbenentstehung , bewirken das Abflachen bestehender Narben und verbessern das Hautbild wesentlich.

 Behandlungsdauer:

Die Behandlung erstreckt sich je nach  Hautbild und Behandlungsziel über 1 bis 3 (manchmal auch Länger) Monate bei 1-4-8 Behandlungssitzungen. Bis ein befriedigender Hautzustand erreicht ist.

Behandlungsablauf:

In einem ausführlichen Aufklärungsgespräch werden Behandlungsziel, Ablauf, Preise und zu erwartende Nebenwirkungen, sowie evtl. eintretende Komplikationen erläutert. Fotodokumentation, Einverständniserklärung sollten vor Therapiebeginn vorliegen. Zu Beginn der Kur erhält der Kunde ein Pflegeset mit genauen Anweisungen für die Heimbehandlung. Diese ist wichtig, damit der Glättungseffekt gleichmäßig ausfällt, außerdem bewirkt eine sorgfältig durchgeführte Vorbehandlung eine weniger starkausfallende Verkrustung nach dem eigenlichen Peeling, weil die Haut auch hier schon eine Schälung erhält. Während den folgenden zwei Wochen soll sich die nun Haut mit z.B. 15%igen Fruchtsäuren an die hochkonzentrierten Lösungen gewöhnen. Ein leichter Schäleffekt und ein ebenmäßigeres Hautbild tritt wie schon erwähnt auch hier schon ein.

Nach der Behandlung:

In den Tagen darauf  kann die Haut wie nach einem Sonnenbrand gerötet sein. Es erfolgt die Exfoliationsphase (Abhebung der oberen Hornschichten), die sich durch mehr oder weniger starke und sichtbare Abschuppung, bei stärkeren Peelings auch durch eine Verschorfen bemerkbar macht. Diese Phase kann sich über einen Zeitraum von 4 bis 21 Tagen hinziehen. Nach 2-3 Tagen kann die Heimbehandlung mit 15%igen AHA-Produkten bis zur nächsten Sitzung fortgefahren werden.

Komplikationen:

Komplikationen wie z.B. anhaltende Rötung, nässende Wunden mit anschließender Verkrustung, Herpes-simplex-Infektion, bakterielle Infektion, Juckreiz und Hyper/ Hypopigmentierung (!!bitte unbedingt hohen Lichtschutzfaktor nutzen !!) treten insgesamt selten auf und sind reversibel.  

 

Behandlungsergebnis:

Nach der Kur fühlt sich die Hautoberfläche glatter und weicher an. Talgstauungen werden gelöst, so dass die Hautsekrete besser abfliessen und der Talg wieder spreiten kann. Die Durchblutung der Kapillargefäße wird erhöht. Haarfollikel und Poren sind geöffnet und dienen als Transportwege, d.h. die Haut ist nun besonders  aufnahmefähig für Wirkstoffe. Eine gute Gelegenheit den Regenerationsvorgang durch kurmäßige Applikation von Vitamin A-C-E oder  Hyaluronsäurehaltigen Präparaten von z.B (Dr.Grandel (Anti-Age Serie), La Roche Posay z.B. neu DERM AOX, Substiane, Redermic, Active C, DEVÉE  pures Hyaluronsäuregel, zu unterstützen

 

 

  • Aknenarben, oberflächlich bis schüsselförmig      

  • Hyperpigmentierungen, auch postinflammatorisch z. B. Chloasma (langwierig, erfordert konsequenten, ganzjährigen UV-Schutz mind. UVA/B 30 besser UVA/B 50) 

  • Aktinische Keratosen

  • oberflächliche Ichthyosis simplex

  • Hyperkeratosen aller Art

  • Pseudofolliculitis barbae

  • Cortison-induzierte Hautatrophie